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REWIMET-Symposium Ressourcenmanagement 2025

Einblicke in neueste Forschungsergebnisse für eine Kreislaufwirtschaft der Zukunft

„Kritische und strategische Rohstoffe sind ein zentrales Thema unserer Zeit.“ Dies sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne zum Auftakt des zweitägigen REWIMET Symposiums Ressourcenmanagement 2025 am 13. August in der Aula Academica der TU Clausthal. Rund 170 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung hatten sich dort versammelt, darunter auch 20 Gäste aus Brasilien.

Strategische Rohstoffe sind für die Wirtschaft von immenser Bedeutung, da sie für Schlüsseltechnologien und beispielsweise die Automobil- und Elektroindustrie unerlässlich sind. Um die Versorgung mit diesen Rohstoffen in Deutschland und Europa zu sichern, ist die Transformation der Wirtschaft von der linearen zur zirkulären Wertschöpfung erforderlich. Über Lösungswege für diese Herausforderung diskutierten die Teilnehmenden beim REWIMET Symposium zu Ressourcenmanagement – darunter mehr als 20 Mitglieder der TU Clausthal. 

Recycling und Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) seien zentrale Punkte und Erfolgsfaktoren für die moderne, nachhaltige Rohstoffversorgung, betonte Tonne in seinem Grußwort. Eine große Bedeutung komme dabei dem Batterierecycling zu, so der Minister. Grundsätzlich sei das gesellschaftliche Commitment sehr wichtig für die Transformation der Wirtschaft. 

Als besonderes Highlight des Symposiums war dieses Mal eine Delegation aus Brasilien zu Gast. „Die Vertreterinnen und Vertreter kommen von acht Unternehmen und zwei Hochschulen und besuchen die Recyclingregion Harz. Neben vielen Terminen in Recyclingunternehmen ist das REWIMET Symposium das zentrale Netzwerkevent für die Delegation“, so Dr. Dirk Schöps vom REWIMET Clustermanagement. Am Rande des Symposiums, das auf Deutsch und Englisch lief, tauschte sich die Gruppe direkt mit Wissenschaftsminister Tonne aus. 

Angesichts der ungewissen Situation in China, Russland und den USA seien Kooperationen mit Brasilien auf dem Rohstoffsektor wirklich wichtig, unterstrich Recycling-Experte Prof. Daniel Goldmann in einer Interviewrunde zu Beginn der Tagung. In dieser Runde hatte Dr. Ulrich Kammer, 1. Vorsitzer von REWIMET, die Teilnehmenden zuvor willkommen geheißen und die Einrichtung vorgestellt. Im Anschluss gaben zahlreiche Fachvorträge Einblick in neueste Forschungsergebnisse und es bestand Gelegenheit, die umfangreiche Firmenausstellung zu besichtigen.

Das IGMR war auf dem Symposium durch Mitarbeitende der Departments of Geo-Engineering, Resource Processing and Technolgies und Sustainable Industrial Ecosystems mit Vorträgen und Posterbeiträgen vertreten.

REWIMET – Recycling-Cluster wirtschaftsstrategische Metalle – ist ein Netzwerk von Unternehmen, wissenschaftlich arbeitenden Institutionen wie die TU Clausthal und Gebietskörperschaften. Der Hauptzweck ist die Sicherstellung der Rohstoffverfügbarkeit durch Recycling. Der Schwerpunkt ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung durch Entwicklung von Recyclingstrategien und -verfahren bis zur industriellen Umsetzung. Die Zielelemente sind hauptsächlich wirtschaftsstrategische Metalle und Industriemetalle. 

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Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne zum Auftakt des zweitägigen Rewimet-Symposiums Foto: TU Clausthal

Sind beim Symposium dabei (v.l.): Recycling-Experte Prof. Daniel Goldmann (TU Clausthal), Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, Rewimet-Vorsitzender Dr. Ulrich Kammer und Dr. Dirk Schöps (Clustermanagement). Foto: TU Clausthal

Beim Symposium in der Aula Academica steht der fachliche Austausch im Vordergrund. Foto: TU Clausthal