Neues CRM-Lab stärkt die Forschung zu kritischen Rohstoffen an der TU Clausthal
Das Institute of Geotechnology and Mineral Resources der Technischen Universität Clausthal baut am Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum (CUTEC) eine hochmoderne Forschungsinfrastruktur für Hydrometallurgie und Rohstoffrückgewinnung auf.
Mit dem Start des Projekts CRM-Lab – Critical Raw Materials Laboratory erweitert das Institute of Geotechnology and Mineral Resources (IGMR) der Technischen Universität Clausthal seine Forschungsinfrastruktur für die nachhaltige Gewinnung und Rückgewinnung kritischer Rohstoffe. Hierfür entsteht im Gebäude des ehemaligen CUTEC (Leibnizstraße 23, Clausthal-Zellerfeld) ein hochmodernes Hydrometallurgie-Labor, das gezielt die Entwicklung neuer Verfahren für Recycling und Kreislaufwirtschaft unterstützen soll.
Kritische Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt und Seltene Erden sind für zahlreiche Zukunftstechnologien von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig wächst der Bedarf an effizienten Verfahren, mit denen diese Rohstoffe aus sekundären Quellen wie Batterien, industriellen Reststoffen und anderen komplexen Materialströmen zurückgewonnen werden können.
Das CRM-Lab soll hierfür eine flexible Forschungsplattform bereitstellen. Neben modernsten Laboreinrichtungen für grundlegende Untersuchungen hydrometallurgischer Prozesse werden digitale Überwachungs- und Steuerungssysteme für Labor- und Pilotanlagen eingerichtet, die die Integration von Methoden der künstlichen Intelligenz ermöglichen. Die Verbindung experimenteller Hydrometallurgie mit digitaler Prozessüberwachung und -steuerung soll dazu beitragen, neue Verfahren schneller zu entwickeln und zu optimieren und anschließend auf größere Maßstäbe zu übertragen.
„Mit dem CRM-Lab wollen wir eine Infrastruktur schaffen, die es uns ermöglicht, nicht nur einzelne Prozessschritte zu untersuchen, sondern vollständige hydrometallurgische Prozessketten unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu entwickeln“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Bengi Yagmurlu, Projektleiter des CRM-Lab und Professor für Hydrometallurgische Aufbereitungsverfahren am Institute of Geotechnology and Mineral Resources der Technischen Universität Clausthal. „Besonders wichtig ist für uns die Verbindung moderner Verfahrenstechnik mit Automatisierung und digitalen Schnittstellen. Dadurch können wir neue Recycling- und Rohstoffrückgewinnungsprozesse deutlich effizienter entwickeln.“
Mit dem CRM-Lab stärken das Institute of Geotechnology and Mineral Resources und die Technische Universität Clausthal den Forschungsstandort Clausthal-Zellerfeld und zugleich die Kompetenzen Niedersachsens in den Bereichen Rohstoffsicherung, Recycling und Kreislaufwirtschaft.
Das Projekt CRM-Lab wird durch die Europäische Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch das Land Niedersachsen kofinanziert.
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Institute of Geotechnology and Mineral Resources
Hydrometallurgical Processing Methods