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Zukunftslabor Wasser: Projekttreffen im Botanischen Garten Osnabrück

Im Rahmen des Zukunftslabor Wasser fand am 28. und 29. April 2026 ein erfolgreiches Projekttreffen im Botanischen Garten der Universität Osnabrück statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis kamen zusammen, um zentrale Projektergebnisse zu präsentieren und gemeinsam neue Perspektiven für zukünftige Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu erarbeiten.

Ein besonderer Programmpunkt war die Präsentation eines Posters aus dem Projekt Resilient Water Management (ResiWa) mit dem Titel „Resilient Water Management by means of Digitalization“. Darin wurden innovative Ansätze zur Nutzung bestehender Infrastrukturen – insbesondere ehemaliger Bergbauanlagen – für den Hochwasserschutz vorgestellt. Im Fokus stand die Analyse des Oker–Grane-Stollens als potenzieller temporärer Hochwasserspeicher.

Auf Basis des Extremhochwassers von 2017 konnte gezeigt werden, wie historische Daten zur Verbesserung moderner Hochwasserrisikomanagementstrategien beitragen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Stollen ein Speichervolumen von etwa 38.000–39.000 m³ bereitstellen kann, während insgesamt rund 146.781 m³ erforderlich sind. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Bedarf, der durch kombinierte Maßnahmen wie naturbasierte Lösungen, technische Infrastruktur, urbane Entwässerungssysteme sowie geeignete politische Instrumente gedeckt werden muss.

Darüber hinaus unterstreicht die Studie das große Potenzial historischer Bergbauinfrastrukturen für die Klimaanpassung. Durch ihre gezielte Integration können sie einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Hochwasserspitzen leisten und gleichzeitig nachhaltig sowie ressourcenschonend genutzt werden.

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Posterpräsentation des Projekts Resilient Water Management (ResiWa).

Austausch mit Praxispartnern zum Thema Wasserverbrauch

Gruppenarbeit zur Entwicklung von Ideen für Wasserverbrauchsmonitoring